Interview „3 Fragen an": Niclas Bönström, Mrs.Sporty GmbH

  1. Warum ist Netzwerken im Franchise so wichtig?Portrait Niclas Bönström 2

Weil man als Franchisepartner zum einen typische Fehler vermeiden und zum anderen auf bereits vorhandenes Know-How vom Franchisegeber und von anderen Franchisepartnern zurückgreifen kann. Austausch ist die Basis und ein großer Vorteil von Franchise. Nicht jeder Unternehmer kann sich mit anderen Unternehmern der gleichen Branche austauschen. Den Netzwerkgedanken zu leben fällt im Franchise sehr viel leichter: Hier gibt es Austausch ohne Konkurrenz. So können alle Unternehmer eines Franchisenetzwerks voneinander lernen und sich auf das Wesentliche konzentrieren. Gerade vor wichtigen Entscheidungen, die das eigene Unternehmen betreffen, ist dieser Know-How-Transfer unbezahlbar. Erfolgreiche Expansion braucht erfolgreiche Franchisepartner. Netzwerken im Franchise ist deshalb kein Selbstzweck. Es ist der Schlüssel für die Übertragung von Erfolg und ein mächtiges Werkzeug für das Wachstum des Franchisesystems.

Interview „3 Fragen an": Björn Schultheiss von fitbox

  1. Was ist die größte Herausforderung bei der Betreuung von Franchisepartnern?2018 06 06 Bild Bjorn Schultheiss

Jeden Franchisepartner nach seinen individuellen Bedürfnissen zu betreuen. Bei fitbox sprechen wir von einem sogenannten „partnerindividuellen Betreuungsverhalten“. Man muss sich als Franchisegeber fragen: Wie tickt mein jeweiliger Franchisepartner als Mensch, als Unternehmer, als Coachee? In welcher Phase befindet sich sein Franchiseunternehmen gerade? Daraus leitet der Partnermanager dann eine individuelle Betreuung für den Franchisepartner ab. Man sollte sich zudem vorher darüber im Klaren sein, welche Rolle jeder einzelne Akteur innerhalb des Franchisesystems hat. Nicht immer oder bei jedem Thema hat beispielsweise immer der Franchisegeber einen Know-How Vorsprung. Partnerindividuell bedeutet aber auch, sich zu überlegen, was bei der Betreuung jedes einzelnen Franchisepartners wichtig ist: Partner X kann ich z. B. nur mit Zahlen und dem strengen Einfordern der vereinbarten Ziele erreichen. Partner Y braucht dagegen mehr Nachsicht, um an sein Ziel zu kommen, während Partner Z einfach nur froh ist, wenn er ab und zu jemanden hat, bei dem er seinen Frust abladen kann.